Erste Reinigung
Gleich nach dem Verlegen…
Böden in Innenräumen allgemein:
Vor jeder weiteren Behandlung muss der frisch verlegte Boden unbedingt gut trocknen.
Es dauert 3 bis 6 Monate, bis die Feuchtigkeit nach dem Verlegen verdunstet ist. Je mehr Wasser in der Bauphase des Bodens verwendet wurde, desto länger dauert der Trocknungsprozess. |
Während der Trocknungszeit soll nur feucht, ohne Reinigungsmittel, gewischt werden, damit sich die Poren des Steins nicht schließen, da dies die Verdunstung verzögern oder verhindern würde.
Fugen:
Prüfen Sie, ob die Fugen zwischen den Platten gut verfugt sind und keine Zwischenräume vorhanden sind, durch die Wasser eindringen könnte.
Wenn der Boden nach Abschluss der Bauarbeiten stark verschmutzt ist, kann er mit Lithofin Allzweckreiniger gesäubert werden.
Wer glänzende Böden liebt, kann andere Pflegemittel verwenden, die natürliche oder synthetische Wachse enthalten. Bei Anwendung solcher Mittel bitte unbedingt Herstellerhinweise beachten.
Pflege, Reinigung und Schutz
Aufgrund seiner Härte und seiner äußerst geringen Porosität (0,24 %) ist der Blaustein extrem schmutzabweisend und unempfindlich gegen Graffiti und Umwelteinflüsse. Trotz dieser Eigenschaften ist wie bei allen Materialien für eine schöne Patina ein Mindestmaß an Pflege notwendig.
Bodenplatten in Innenräumen
Reinigung mit Naturseife:
Nachdem die beim Verlegen entstehende Feuchtigkeit verdunstet ist, wird die Verwendung natürlicher Seife empfohlen. Lösen Sie dazu Kernseifenflocken in warmem Wasser auf. Diese Seife muss jedoch vernünftig dosiert werden (eine Hand voll auf 10 Liter Wasser), da zu viel Seife einen unschönen Film auf der Oberfläche hinterlässt.
Säurehaltige Reinigungsmittel dürfen nicht verwendet werden. Die ersten Male wird nicht mit klarem Wasser nachgewischt, damit die Seifenlauge besser in die Dekorschicht der Platten eindringen kann. Der Benutzer braucht also manchmal etwas Geduld und sollte nicht vergessen, dass ein Naturstein ein lebendes Produkt ist, was ja auch Teil seines Charmes ausmacht.
Im Handel sind auch Spezialreiniger für Naturstein erhältlich (z. B. Produkte der Marke Lithofin). Mit diesen Reinigern lassen sich zumeist gute Ergebnisse erzielen, sofern die Herstellerangaben genau befolgt und Überdosierungen vermieden werden.
Bodenplatten im Außenbereich
Zur Beseitigung von Fettflecken, z. B. nach einem Grillabend, reicht es, auf den nächsten Regen zu warten (schließlich ist der echte Blaustein aus dem Hennegau nicht porös).
Wenn nötig, können Sie 2 Löffel Ammoniak in einem Eimer Wasser auflösen und den Boden mit einer harten Bürste bearbeiten. So erhält er wieder sein ursprüngliches Aussehen.
In schattiger Umgebung (unter Bäumen) können Sie Chlorbleiche verwenden, doch Vorsicht: Sie sollte nicht auf den Rasen gelangen!
Durch eine Behandlung mit Naturseife OHNE NACHWISCHEN im Herbst und im Frühjahr behält der Blaustein seinen graublauen Farbton.
Mit dem Fleckenmittel für Textilien K2R® lassen sich Fett-, Motoröl- und Wachsflecken spurlos entfernen.
Pflege von Arbeitsplatten
Der Blaustein feiert sein Comeback in unseren Küchen. Früher standen große Tröge aus massivem Blaustein in den Höfen unserer Großeltern. Sein Comeback ist vielleicht auf die Nostalgiewelle und das Schwärmen für die „gute alte Zeit“ zurückzuführen.
Lassen Sie sich am Anfang nicht von Verunsicherungen überraschen erleben. Möglicherweise bekommt der Stein Kratzer und säurehaltige Flüssigkeiten hinterlassen hässliche Flecken. Wie kann es sein, dass die alten Arbeitsplatten immer noch so schön aussehen? Ganz einfach: Im Lauf der Jahre entwickelte sich die für Naturstein typische Patina. Anstelle der fehlenden Patina unterzieht Ihr Steinmetz Ihre Arbeitsplatte einer Schutzbehandlung, die Sie von Zeit zu Zeit wiederholen sollten.
Zur alltäglichen Reinigung der Arbeitsplatte verwenden Sie Ihr übliches Geschirrspülmittel oder wischen Sie die Platte mit einem Lappen ab, den Sie mit ein wenig pflanzlichem Öl getränkt haben.
Fordern Sie die Broschüre "Verwendung und Pflege des Blausteins aus dem Hennegau" an.
Kleine Löcher
Manchmal können an der Oberfläche der Platten kleine schwarze Flecken auftreten und im Lauf der Zeit kleine Splitter abplatzen. Das ist typisch für die Struktur aller Kalksteine und beeinträchtigt die Langlebigkeit des Materials in keinster Weise. Wenn Sie die Bodenplatten in alten Gebäuden betrachten, werden Sie feststellen, dass dieses Phänomen überall anzutreffen ist. .
Wie lassen sich diese kleinen Löcher weitestgehend vermeiden?
- Unter der Ausgleichsschicht eine Dichtungsmembran verlegen
- Platten vor dem Verlegen nicht wässern
- Keinen zu feuchten Mörtel verwenden
- Nach dem Verlegen gut trocknen lassen
- Wenn möglich, erst nach einigen Tagen verfugen
- Beim Putzen darf das Wasser nie auf den Fliesen stehen
- Dichtheit der Fugen gründlich prüfen
- Unsere Pflegehinweise genau beachten
Restauriegung von Blaustein
Im Vergleich zu ähnlich aussehenden Steinen, deren physikalische und mechanische Eigenschaften nicht oder nicht gut bekannt sind, und zu Kunststoffmaterialien kann unser Stein jederzeit ein „Lifting“ vertragen.
Empfehlungen dazu erhalten Sie bei unseren Vertriebspartnern (Steinmetzbetrieben) oder einer Spezialfirma für die Renovierung oder Restaurierung von Natursteinen.
Weitere Hinweise finden Sie auch in den zahlreichen Veröffentlichungen des Centre Scientifique et Technique de la Construction.
Graffitischutz:
Wer in ein Gebäude und vor allem in eine schöne Fassadenverkleidung aus Blaustein investiert hat, ärgert sich, wenn rücksichtslose Menschen dieses schöne Material beschmieren. Glücklicherweise können Farbe und Tinte nicht tief in den Blaustein eindringen, da er nicht porös ist. Deshalb lassen sie sich mit Lösemitteln leicht entfernen. Hartnäckige Flecken können durch leichtes Sandstrahlen beseitigt werden. Allerdings ist auch eine vorbeugende Behandlung zur leichteren Fleckenentfernung möglich.
Es gibt zwei komplett unterschiedliche Schutzbehandlungen gegen das Beschmieren von Blausteinfassaden. Die erste besteht aus einer Polymerschicht, die auf die Oberfläche aufgetragen wird und den Stein nachdunkeln lässt (auch wenn die Schicht anfangs hell ist). Diese Behandlung wird nur sehr selten vorgenommen, da sie das Aussehen des Steins erheblich verändert.
Beim zweiten Verfahren wird das Aussehen des Steins durch die Behandlung nicht verändert. Sie kann im Werk erfolgen. Graffiti lässt sich danach einfach mit Lösemittel abwischen. Carrières du Hainaut empfiehlt die Verwendung von Imperplex, das von Etablissements THIRY in Louvain hergestellt wird.
Ein Fleck - Was nun ?
1 - Rostflecken, kleine braune Stellen:
Mit feinem Metallschleifpapier mit kreisenden Bewegungen vorsichtig abschmirgeln, bei polierter oder geschliffener Oberfläche mit Wasser; anschließend mit einer Mischung aus Leinöl und Terpentin (50:50) abwischen.
2 - Silikonflecken:
- Silikonkitt aus der Tube: Reste mit einer Cutterklinge entfernen, anschließend wie unter Punkt 1.
- Flüssigsilikon oder Wasser abweisendes Silikon für Fassaden: Flecken sofort mit Verdünner oder Lösemittel entfernen; wenn nötig, wie in Punkt 1 behandeln.
3 - Fett und Mineralöl oder pflanzliches Öl:
Aceton, Ammoniak oder K2R-Spray
Beispiel: Nach einem Grillabend auf einer Terrasse aus Blaustein reicht es, einen Eimer Wasser mit zwei Löffeln Ammoniak auf den Boden zu gießen, damit er wieder wie neu aussieht.
4 - Tropenholz
Im Freien verschwinden die Flecken von selbst; im Innenbereich Chlorbleiche verwenden (bei hartnäckigen Flecken Gips in die Chlorbleiche einrühren, auftragen und trocknen lassen).
5 - Kaffee, Wein, Limonade
Mit warmem Seifenwasser und einem leicht scheuernden Schwamm (Spülschwamm) abreiben.
6 - Blut
procédez comme en 5.
7 - encre
solution d'eau de Javel.
8 - Tinte
Chlorbleichelösung
- Farben
Verdünner für Farbe (wenn noch frisch) oder ein geeignetes Abbeizmittel
9 - Kupferoxid, schwarze und grünliche Flecken („Grünspan“)
Einen Brei aus eineinhalb Teilen Ammoniak, einem Teil Salmiaksalz und vier Teilen absorbierendem Pulver (Kreide, Gips) auftragen.
10 - Urin
Wie in Punkt 5 vorgehen, wenn nötig anschließend wie in Punkt 1.
|